Vorbereitung zum neuen Törn

Eine Woche war ich nun in Lelystad, um mein Schiff wieder für den Sommer fit zu machen. Es war fast eine wunderbare Woche, denn jeden Tag schien die Sonne von früh bis spät nur mit der Temperatur hat das nicht so geklappt. Es waren nämlich immer nur 2-7° C. Selbst in Island hat es zur Zeit 10°C! Da ist es schon schwierig aus der warmen Bettwäsche zu kriechen und in die eiskalten Klamotten zu schlüpfen.

Nach einem heißen Tee ging es dann an die Arbeit. Erst einmal alles verstauen, was ich von zuhause mitgebracht hatte: Kleider, Seekarten, Grundausstattung für die Küche, Leinen die ich gewaschen hatte. Dann die Segel von der Segelmacherei abholen (jedes wiegt etwa 35 kg!), Wassertanks leeren (Frostschutzmittel) und neu befüllen mit Desinfektion – immerhin 2×200 l -.Dann Großeinkauf für Getränke und anderen Kram, wieder einräumen. Polster lüften, Deck schrubben und Kuchenbude abbauen. Am Montag fuhr ich zur Werft, wo das Schiff aus dem Wasser kam.

Von da an durfte ich jedes Mal 3 Meter eine wackelige Leiter hochklettern, wenn ich ins Schiff wollte (und morgens bei 2°C hinunter, wenn ich die Toilette besuchte – unbeheizt!). Nachdem das Unterwasserschiff ausgebessert war, der Propeller blank geschliffen und die neuen Zinkanoden angebracht waren kam noch der Motorservice und hat den jährlichen Service gemacht. Nun durfte die Bird of Tuvalu endlich wieder ins Wasser und ich musste keine Leitern mehr erklimmen.

In meinem Hafen hab ich dann das Boot aufgetakelt. Glücklicherweise war nicht so viel Wind, sodass ich alleine zurecht kam. Die Genua mit 48 m² war schon in einer Stunde oben. Das Großsegel mit 38 m² klingt zwar kleiner ist aber mit 4 Segellatten bis zu 3,50 m Länge zu bestücken und hat zwei Reffleinen mit je 35 m Länge, die sehr kompliziert eingefädelt werden müssen. So habe ich das am nächsten Tag in 3,5 Stunden auch noch hin gekriegt. Die Rettungsinsel ist auch wieder an der Reling und das Beiboot gut verpackt am Vordeck.

Einen Tag habe ich noch gebraucht, um die beiden Lüfter für den Salon einzubauen. Ich hoffe, dass sich nun kein Wasserschwall mehr über die Polster ergießt, wenn ich wieder einen wilden Wellenritt gegen den Wind machen muss. Es ist immerhin die 4. Variante, die ich teste!

Nun darf ich wieder heim in unsere gut geheizte Wohnung und komme in 2 Wochen wieder, um mit Siggi die Tour zu beginnen. Ist sicher schon wärmer dann ! Heute früh waren die Autoscheiben noch zugefroren.

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